Corona – geänderte Verordnung Kinder- und Jugendarbeit ab 07.11.2020

Am 06.11.2020 wird eine geänderte Verordnung des Sozialministeriums für die Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg veröffentlich werden und am 07.11.2020 in Kraft treten.

Bis einschließlich 30.11.2020 sind Angebote der Jugenderholung nicht gestattet.

Angebote der außerschulischen Jugendbildung einschließlich deren Einrichtungen sind zulässig. Dabei gilt nach der allgemeinen Vorona-Verordnung des Landes:

  • Einhaltung der Hygieneanforderungen nach § 4
  • Erstellung eines Hygienekonzepts nach § 5
  • Datenerhebung nach § 6
  • Zutritts- und Teilnahmeverbot nach § 7
  • Einhaltung der Arbeitsschutzanforderungen nach § 8

Nach der Verordnung des Sozialministeriums für die Kinder- und Jugendarbeit müssen bei Veranstaltungen (max. 100 Teilnehmende) verpflichtend Untergruppen mit bis zu 30 Personen gebildet werden. Zwischen den Gruppen gilt eine Empfehlung zum Abstandhalten.

Weiter steht in dieser Verordnung zur Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit:

  • Ab dem 11. Lebensjahr gilt zwischen 6 und 22 Uhr eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf Fluren, in Toiletten und Treppenhäusern sowie auf Flächen, auf denen die Abstandsempfehlungen von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.
  • Bei Angeboten mit Übernachtung soll die Zusammensetzung der Belegung eines Übernachtungsraums über den Zeitraum des Angebots nicht verändert werden.

Für eine Einordnung der Angebote in außerschuliden Jugendbildung oder aber in Jugenderholung sind die Verbände selbst verantwortlich. Die Einordnung muss begründet werden können.

Eine wichtige Hilfestellung kann dabei das Jugendbildungsgesetz Baden-Württemberg bieten. Außerschulische Jugendbildung ist dort in § 1 Absatz 2 definiert: “Die außerschulische Jugendbildung wird von den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen bestimmt. Sie beruht vor allem auf ehrenamtlicher Tätigkeit. Sie trägt mit jugendgemäßen Mitteln dazu bei, den jungen Menschen zur Selbstverwirklichung, zur Verantwortlichkeit und zur aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft sowie zur Wahrnehmung der staatsbürgerlichen Pflichten im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu befähigen. Ein besonderes Ziel ist die Entwicklung von Toleranz gegenüber Menschen anderer Lebensweise, Herkunft und Weltanschauung sowie gegenüber Menschen mit Behinderungen. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Gleichberechtigung von Mädchen und Jugen sowie von Frauen und Männern.”